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Im Jagdgrund 8, 76189 Karlsruhe

Gehörlose Welt

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Was versteht man unter Gehörlosenwelt?

 

Zu diesem Thema Gehörlosenwelt möchten wir Ihnen einen Einblick im Bereich Gebärdensprache, Definitionen „Gehörlos“, Gehörlosen Kultur, Leben mit Gehörlosen, Hörgeschädigte Kinder, Hörgeschädigte Senioren ausfühlicher erleuten.

 

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann klickt auf das gewünschte Thema!

Gebärdensprache

Gebärdensprache

 

 

Die Gebärdensprache ist unsere Muttersprache

Die Gehörlosengemeinschaft wird deshalb auch Gebärdensprachgemeinschaft genannt.

 

 

Was ist Gebärdensprache?

Die Gebärdensprache ist eine eigenständige, visuell wahrnehmbare, natürliche Sprache, die im Gesetz anerkannt ist. Gehörlose verwenden sie zur Kommunikation.

 

 

Wie funktioniert Gebärdensprache?

Gehörlose Kinder lernen nicht nur die Buchstaben, sondern auch das entsprechende Handzeichen!

 

 

Was ist das Fingeralphabet?

Das Fingeralphabet ist nur ein Hilfsmittel und keine “Zeichensprache” wie oft irrtümlich bezeichnet.

Beispielsweise für Fremdwörter oder Eigennamen wird das Fingeralpabet benützt.

 

 

Ist Gebärdensprache international?

Nein! Jedes Land hat seine eigene Sprache – wie z.B. Deutschland Deutsch und Deutsche Gebärdensprache. Gebärdensprachen unterscheiden sich von Land zu Land, von Region zu Region.
So gibt es z. B. die Amerikanische, Französische, Schwedische oder Chinesische Gebärdensprache. Im deutschen Sprachraum findet man die Deutsche Gebärdensprache (DGS), die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) wie auch die Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS).

 

Doch Gebärdensprache ist nicht gleich Gebärdensprache: Die Deutsche Gebärdensprache zum Beispiel ist wiederum in Berliner, Hamburger, Münchener und andere Dialekte unterteilt.
Die wohl am weitesten verbreitete Gebärdensprache dürfte die American Sign Language (ASL) sein, die auch in Teilen Afrikas und Asiens gebräuchlich ist.
Aber Gehörlose können auf der ganzen Welt leichter miteinander kommunizieren, denn die Gebärdensprachen sind sich untereinander häufig ähnlicher als die verschiedenen Lautsprachen.

Positionspapier vom EUD zu internationale Sign

 

 

Wer vermittelt zwischen Hörenden und Gehörlosen?

Für Menschen, die nicht der Gebärdensprache mächtig sind, gibt es Gebärdensprachdolmetscher.

Gebärdensprachdolmetschen ist ein Dolmetschen zwischen zwei Sprachen. Die Deutsche Gebärdensprache ist sprachwissenschaftlich und politisch anerkannt.
Die Arbeitssprachen der GebärdensprachdolmetscherInnen sind mindestens jeweils eine Laut- und eine Gebärdensprache.
Ihre Aufgabe besteht darin, Informationen zwischen der „hörenden“ und der „gehörlosen“ Welt zu übertragen.
Um Inhalte dolmetschen zu können, müssen DolmetscherInnen nicht nur die entsprechenden Sprachen beherrschen, sondern auch kulturelle Hintergründe gut kennen.

 

In Deutschland ist spätestens seit 2002 mit Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) der Anspruch gehörloser Menschen auf Gebärdensprachdolmetscher (insbesondere bei Behörden, Polizei und Gericht, aber auch am Arbeitsplatz) und andere Kommunikationshilfen (wie z. B. Schriftdolmetscher) gesetzlich geregelt.
Im Arbeitsleben ist im Sozialgesetzbuch IX der Anspruch gehörloser Arbeitnehmer auf Gebärdensprachdolmetscher festgelegt

 

 

Interesse an einem Gebärdensprachkurs?

Besuchen Sie unsere Gebärdensprachkurs.

Definitionen "Gehörlos"

Definitionen

 

Definition und Abgrenzung des Begriffs „Gehörlos“

Gehörlosigkeit beschreibt das vollständige oder weitgehende Fehlen des Hörvermögens bei Menschen. Schon im 19. Jahrhundert wurde dieser Begriff im deutschen Sprachraum verwendet. Heute steht er oft für Taubheit. Die Taubheit kann nur auf einem Ohr oder beidseitig auftreten. Selbstverständlich kann von Gehörlosigkeit nur bei einer Taubheit auf beiden Ohrn gesprochen werden. Wer vor dem Spracherwerb nicht hören konnte, kann auch das Sprechen nur schwer erlernen, da dieses hauptsälich ein auditiver Prozess ist.

 

Daher galten Gehörlose oftmals als „Taubstumm“.

 

Das Wort gehörlos entstand erst nach der Einführung der allgemeinen Schulbildung für taube Kinder im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts als Bezeichnung für einen Taubstummen. Taubstumme wurden durch pädagogische Bemühungen und gezielte Sprecherziehung „entstummt“.

 

Daher hat das Wort die Bedeutung von „taub, aber sprechend“ erlangt. Taube Kinder, taube Schulentlassene und taube Erwachsene wurden als „Gehörlose“ bezeichnet.

 

Gehörlose sind nicht taubstumm!

 

Nichtsdestotrotz werden heute noch in der Öffentlichkeit Gehörlose oft als “Taubstumme” bezeichnet.
Dies erfährt man sowohl in den Medien, als auch bei Umfragen in der Bevölkerung.

 

Der veraltete Begriff „Taubstumm“ beinhaltet verschiedene Aspekte, die von Gehörlosen als diskriminierend empfunden werden:

  1. Das Wort “Stumm” lässt sich etymologisch von dem Wort “Dumm” herleiten – in früheren Jahrhunderten wurden den Gehörlosen keinerlei Rechte zugestanden, weil man sie für bildungsunfähig hielt. Ein fataler Irrtum! Heute ist eindeutig erwiesen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Gehörlosigkeit und intellektuellen Fähigkeiten gibt. Der irreführende Begriff „Taubstumm“ wird heute noch verwendet.
  2. Kein Gehörloser ist tatsächlich stumm. Jeder Gehörlose kann sprechen oder kommunizieren – ob verbal, schriftlich oder durch Gebärden.
  3. Das Wort „Gehörlos“ steht für ein neues Selbstverständnis: Gehörlose fühlen sich nicht als Behinderte, sondern durch ihre Sprache – die Deutsche Gebärdensprache – als ein sprachliche Minderheit. Sie fordern Gleichstellung in unserer Gesellschaft und die allgemeine Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache.
    Dazu kommt unter anderem die Einsetzung des neuen Merkzeichens “GL”.

 

 

Gehörlos / Schwerhörig / Spätertaubt

Gehörlosigkeit ist auf den ersten Blick eine unsichtbare Behinderung. Zum besseren Verständnis unterscheidet man die Begriffe:

 

 

Gehörlos

Als gehörlos werden Menschen bezeichnet, die ohne Gehör oder mit einem nur geringen Restgehör geboren wurden oder das Gehör noch vor dem Spracherwerb verloren haben.
Die Hörleistung reicht für den vollständigen Spracherwerb nicht ausreichend.
Ohne spezielle Hilfestellungen und Maßnahmen ist der Spracherwerb nicht möglich.
Der Hörverlust liegt im Frequenzbereich von 500 bis 2000 Hertz über 90 Dezibel und im Frequenzbereich 125 bis 500 Hertz mehr als 60 Dezibel.

 

 

Schwerhörig

Der Betreffende gilt als schwerhörig, wenn die vorhandenen Hörfähigkeiten ausreichend sind, um Sprache weitgehend natürlich zu erlernen. Sprache wird hauptsächlich über das Ohr aufgenommen.
Das Ablesen vom Mund kann dabei die Sprachwahrnehmung unterstützen.
Es gibt drei Stufen der Schwerhörigkeit: leichtgradige, mittelgradige und hochgradige Schwerhörigkeit.

 

 

Spätertaubt

Wer erst nach dem Spracherwerb und nach dem Erreichen einer gewissen Stufe der Lautsprachentwicklung durch Krankheit oder Unfall ertaubt, zählt zu den Spätertaubten.
Abhängig vom Zeitpunkt des Gehörverlusts ist die Lautsprache der Spätertaubten mehr oder weniger gefestigt.
Resultierend aus deren Erinnerungen an die Lautsprache gehören die Spätertaubten zu den Gehörlosen oder den Schwerhörigen.

Gehörlosen Kultur

Gehörlosenkultur

 

Der Begriff „Kultur“ ist nicht so einfach zu beschreiben. Je nach Blickwinkel wird das Wort sehr unterschiedlich wahrgenommen. Allgemein gilt, dass jede Gemeinschaft – unabhängig von Ihrer Größe oder Zusammensetzung – eine eigene Kultur aufbauen kann. Auch Randgruppen oder Minderheiten können eine eigene „Kultur“ entwickeln.

 

Nach klassischer Definition bezeichnet „Kultur“ die Lebensauffassung, die ein Mensch als Mitglied einer Gesellschaft wahrnimmt. Das ist ein ganzer Komplex von Kenntnissen, Glaubensvorstellungen, Kunst, Moralauffassungen, Recht, Bräuchen und anderen Fähigkeiten und Sitten.

 

Kultur umfasst auch den Umgang miteinander und den Respekt voreinander. Kultur bedeutet die gemeinsame benutzte Sprache, Theater, Literatur, Brauchtum, Religion und Kunst.

 

 

 

Was bedeutet „Gehörlosenkultur“?

 

Etwa 80.000 Gehörlose leben in Deutschland, die sich ihre eigene Infrastruktur und ihre eigene Kultur sowie eine Art Netzwerk aufgebaut haben – daher kommt die Begrifflichkeit „Gehörlosenkultur“. Die als Kommunikationsmittel verwendete Gebärdensprache ist ein Teil mit großer Bedeutung. Zur Gehörlosenkultur gehören auch zum Beispiel  diverse Vereine und feste Treffpunkte in jeder größeren Stadt. Dort finden regelmäßige Veranstaltungen und Treffen für Nutzer der Gebärdensprache statt. Gehörlose sind weitgehend von den kulturellen Aktivitäten der hörenden Mehrheit ausgeschlossen (z. B. VHS, Vorträge, Konzerte, Straßenfeste, Theater, Radiosendungen, Kino), da sie visuell orientierte Menschen sind – sie kommunizieren mit der Gebärdensprache. Durch diese andere Wahrnehmung verarbeiten sie Erfahrungen, Gefühle, Gedanken und Ausdrücke anders als Hörende und brauchen dementsprechend andere Schwerpunkte. Die Interessen sind anders verlagert. Die Mitglieder der „Gehörlosenkultur“ verstehen sich mehr als eine Sprach- und Kulturgemeinschaft und weniger als eine Behindertengruppe. Mit der Gebärdensprache als Kommunikationsform sind gehörlose Menschen von den vielen anderen Behindertengruppen abzugrenzen, die die über eine gemeinsame Lautsprache als Kommunikationsform verfügen.

 

 

 

Wie entwickelte sich diese Gehörlosenkultur?

  1. Gebärdensprache, die eine fließende Kommunikation zwischen den Gebärdensprachlern ermöglicht
  2. gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse in Gehörlosenschulen, Internate der Gehörlosenschulen, in der Familie und in der Gesellschaft verbindet die Gehörlose untereinander
  3. historische Entwicklung der Gehörlosengemeinschaft
  4. Bräuche, Geschichten und Witze, die über das Leben der Gehörlosen berichten
  5. Vertrautheit durch ähnliche Erfahrungen und Erlebnisse mit Gehörlosen aus anderen Regionen und Ländern

 

 

 

Was alles gehört zum Kulturangebot?

 

Gebärdensprachtheater und den Kulturtagen der Gehörlosen, auf denen Maler, Grafiker und Bildhauer ihre Werke ausstellen. Während den Kulturtagen der Gehörlosen wurde zuletzt ein umfangreiches, abwechslungsreiches Programm angeboten. Zu verschiedensten Themen wurden Vorträge und Workshops gehalten, Diskussionsrunden animiert, Abendveranstaltungen bzw. Abendgalas angeboten.

 

Im Jahr 1993 waren die ersten „Deutschen Kulturtage der Gehörlosen“ in Hamburg, mit 3000 Teilnehmern ein besonders großer Erfolg. Seit dieser Veranstaltung gingen bundesweit enorme Impulse aus.

 

 

Bisherige Kulturtage der Gehörlosen:

1993    1. „Deutschen Kulturtage der Gehörlosen“ – Hamburg
1997    2. „Deutschen Kulturtage der Gehörlosen“ – Dresden
2001    3. „Deutschen Kulturtage der Gehörlosen“ – München
2008    4. „Deutschen Kulturtage der Gehörlosen” – Köln
2012    5. „Deutschen Kulturtage der Gehörlosen“ – Erfurt

 

Weitere Informationen: www.gehoerlosen-kulturtage.de

 

Auch Wettbewerbe in Gebärdensprach-Erzählen und Gebärdensprache-Poesie („Poesie in manueller Sprache“) um die „Goldene Hand“ des Berliner Gebärdensprachfestivals und das Deutschen Gebärdensprachtheaterfestival “DeGeTh” in München erfreuen das Publikum, egal ob hörend oder gehörlos, mit großer Beliebtheit.

 

Weitere Teile der Kultur sind: Pantomime, Tanz, Geschichtenerzählen, Gehörlosen-Witze, Gemälde gehörloser Künstler, Skulpturen und Videos in Deutscher Gebärdensprache.

 

Die  Sportbegeisterten, haben sich bereits 1910 zu einem Deutschen Gehörlosen-Sportverband zusammenschlossen. Mit seinen über 12.000 Mitgliedern aus 168 Vereinen, führt der Verband auf Vereins-, Landes- und Bundesebene eigene Meisterschaften durch und beteiligt sich an europäischen und internationalen Wettkämpfen.
Weltweit werden die Deaflympics beziehungsweise die Gehörlosen-Weltspiele jeweils ein Jahr nach den Olympischen Spielen veranstaltet. Bei den Wettkämpfen ist ein Hörverlust ohne Hörhilfen jeglicher Art von mindestens 55dB Voraussetzung, um bei der Wertung einzufließen. Mitglied bei den Gehörlosensportvereinen kann jeder werden, der sich dem Gehörlosensportverein bzw. Gebärdensprachgemeinschaft zugehörig fühlt.

 

Der Gehörlosensportverein Karlsruhe wurde 1948 von Keglern und Fußballspielern gegründet. Mittlerweile gibt es rund 12 verschiedene Sportabteilungen (z.B. Fußball, Kegeln, Tennis, Basketball, Dart, Familientreff, Mutter-Kind, Wandern, Leichtathletik, Badminton, Volleyball und bei Anfrage eine Kindergruppe) in diesem Verein. Beim Gehörlosensportverein Karlsruhe haben ca. ¼ der Mitglieder ein intaktes Gehör. Der Großteil von ihnen besucht regelmäßig das Gehörlosenzentrum, um sportlich aktiv zu sein.

 

Im kirchlichen Bereich gibt es Seelsorger speziell für gehörlose Menschen. In Karlsruhe finden auch Gottesdienste für Hörbehinderte statt.

 

Auch spezielle Publikumszeitschriften widmen sich dieser Zielgruppe. (z. B. die „Deutsche Gehörlosen-Zeitung“ (DGZ), regionale Mitteilungsblätter und Gehörlosenzeitungen wie die Zeitschrift. Im Internet entstehen immer wieder entsprechende Magazine und Diskussionsforen.

 

Als eine weitere eigene Kulturgruppe haben sich die hörenden Kinder gehörloser Eltern herauskristallisiert. Sie sind weltweit unter dem englischsprachigen Kürzel CODA – „Children of Deaf Adults“ – bekannt. Auch in Karlsruhe kommen immer wieder CODA zusammen und es werden Vorträge und Workshops zu diesem Thema organisiert.

 

 

 

Regionale und überregionale Veranstaltungen

 

Die Gebärdensprachgemeinschaft der Gehörlosen hat im Laufe der Zeit eine eigene Kultur entwickelt, die in Gehörlosenzentren und –vereinen deutschlandweit gepflegt wird. Beispielsweise der Stadt- und Kreisverband der Hörgeschädigten Karlsruhe mit seinen angegliederten Gehörlosenvereinen und dem Gehörlosensportverein, ist eine Anlaufstelle für Gehörlose in Karlsruhe. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen und Treffen statt, zu denen Mitglieder und Nichtmitglieder jederzeit herzlich willkommen sind.

 

Traditionell ist insbesondere die große Weihnachtsfeier des Stadt- und Kreisverbandes, die im Dezember in der Sporthalle im Gehörlosenzentrum stattfindet. Dort wird ein vielfältiges Programm beispielsweise mit Gebärdenlieder, Akrobatik, Pantomime, Sketch usw. auf der Bühne angeboten. Nebenher unterhalten sich über 400 Besucher ausgiebig in einer weihnachtlich geschmückten Umgebung an den Tischen.

Leben mit Gehörlosen

Das Leben mit gehörlosen Menschen

 

 

Unsere Tipps für die Kommunikation mit Gehörlosen

Untereinander kommunizieren gehörlose Menschen in der Deutschen Gebärdensprache.
Die Gebärdensprache gewährleistet den gehörlosen Menschen eine angenehme, entspannte und stressfreie Kommunikation.
Diese Sprache ist aber noch mehr: Sie bildet die Grundlage einer eigenen Sprachgemeinschaft und Kultur, zu der sich auch Hörende, die die Gebärdensprache beherrschen, zugehörig fühlen.

 

 

 

Was können Hörende tun?

• Sehen Sie Gehörlose beim Sprechen an
• Halten Sie immer den Blickkontakt
• Sprechen Sie langsam und deutlich – aber nicht zu laut und auch nicht zu langsam
• Achten Sie auf das Mundbild
• Verwenden Sie kurze, klare Sätze
• Achten Sie darauf, Hochdeutsch zu sprechen und keinen Dialekt
• Benutzen Sie eine deutliche Mimik und Gestik sowie natürliche Gebärden (z.B. für „essen” oder „schlafen”)
• Schreiben Sie wichtige Dinge auf
• Sprechen Sie nicht mit Kaugummi, Zigarette oder Lutscher im Mund
• Halten Sie keine Hand im Gesichtsfeld
• Das Licht sollte auf Ihren Mund fallen – stellen Sie sich also möglichst nicht vor ein Fenster.Dadurch vermeiden Sie Gegenlicht

 

 

 

Falls Sie Interesse an Gebärdensprache haben, empfehlen wir Ihnen einen Kurs in unserem Gehörlosenzentrum Karlsruhe zu besuchen.

Der Stadt- und Kreisverband organisiert regelmäßig verschiedene Gebärdensprachkurse.

Hörgeschädigte Kinder oder Kinder von hörgeschädigten Eltern

Kinder

 

 

Tipps für Kinder

Allein in Karlsruhe leben etwa 300 gehörlose Mitbürger, dazu kommen aus dem Landkreis Karlsruhe noch mindestens 200 Gehörlose. Für Familien mit gehörlosen Eltern mit hörenden und hörbehinderten Kinder gibt es eine Selbsthilfegruppe „Familientreff“, die gleichzeitig eine Abteilung des Gehörlosensportvereins Karlsruhe ist.

 

Im Familienzentrum kommen hörende, gehörlose Eltern mit ihren hörenden, hörbehinderten Kinder zusammen. Im Familienzentrum sind Menschen anzutreffen, die Hörgeräte oder Cochlea-Implantate (CI) tragen. Kommuniziert wird individuell angepasst mittels Lautsprache, lautsprachlich unterstützende Gebärden und Gebärdensprache. Es werden dort viele Aktivitäten und Programme werden dort angeboten, wie beispielsweise Kurse, Ferienbetreuung, Kinderfreizeiten Kinderbetreuung usw. für Kinder, egal ob diese hörend oder hörbehindert sind. Für Eltern gibt es verschiedene Vorträge, Workshops und Kurse, zudem alle Eltern herzlich eingeladen sind. Eine Mitgliedschaft ist im Familienzentrum nicht erforderlich.

 

 

 

 

Familienberatung

Im Familienzentrum gibt es auch Beratung

•  für hörende Familien mit gehörlosen Kinder

•  für gehörlose Familien mit hörenden / gehörlosen Kinder

•  für Familien mit einem hörbehinderten Elternteil

•  für Familien mit einem hörbehinderten Familienmitglied, z.B. Oma, Opa, Onkel, Tante, usw.

 

Unsere Familienpädagogin, Frau Petra Hüttebräucker, ist hörend und gebärdensprachkompetent. Frau Hüttebräucker hat auch eine Gebärdensprachdolmetscherausbildung erfolgreich abgeschlossen.

 

Schauen Sie einfach unsere Angebote an.

Hörgeschädigte Senioren

Hörgeschädigte Senioren

 

Hörbehinderte Senioren treffen sich

Im Rahmen des Seniorentreffs des Gehörlosenvereins Karlsruhe 1900 e.V. treffen sich jeden 1. Donnerstag im Monat um 14.00 Uhr gehörlose und hörgeschädigte Senioren, um einen gemeinsamen Nachmittag mit Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen zu verbringen. Neue Gesichter sind herzlich willkommen.

 

Für interessierte Senioren findet um 14:45 Uhr ein Seniorengymnastikkurs statt.

 

Da gerade gehörlose Senioren durch ihre spezielle Kommunikationsproblematik von der Isolation in ihren Wohnungen bedroht sind, bietet der Seniorentreff im Gehörlosenzentrum Karlsruhe eine optimale Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Neuigkeiten in Erfahrung zu bringen, sich auszutauschen und Freundschaften zu knüpfen und zu festigen.

 

Ein wesentlicher Bestandteil des Seniorentreffs sind auch die stattfindenden Vorträge, bei denen die gehörlosen Senioren über aktuelle Ereignisse und Problematiken informiert werden.

 

Und wie für jede andere Behinderung, gibt es Lösungen, die es Senioren ermöglichen, weiterhin in der eigenen Wohnung und somit in ihrem gewohnten Umfeld zu leben. Das gilt für Gehörlose wie auch für Menschen, deren Gehör im Alter abnimmt.

 

Folgende technische Rahmenbedingungen müssen für einen Verbleib in den eigenen vier Wänden gewährleistet sein:

 

Notrufanlagen im Badezimmer (Ort häufiger Unfälle) und im Schlafzimmer (bei Gehunfähigkeit), deren Alarm an Notrufdienste weitergeleitet werden. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Gehörlose durch eine Leuchtbestätigung erkennt, dass das Signal angekommen ist.

 

Lichtsignalanlagen: Der Gehörlose erkennt durch eine blinkende Lampe, ob es an der Tür klingelt, das Schreibtelefon/Bildtelefon/Fax läutet oder ob der Wecker klingelt.

 

Internet/Schreibtelefon/Bildtelefon/Fax, um die Verbindung zur Außenwelt aufrecht zu erhalten und Kontakte permanent zu ermöglichen müssen vorhanden sein und die Möglichkeit, an Veranstaltungen des Stadt- und Kreisverbandes teilzunehmen muss gegeben sein.

 

 


Seniorenzentrum St. Valentin (Waidweg 1/1c)

 

In der Nähe des Gehörlosenzentrums befindet sich ein Seniorenzentrum namens St. Valentin. Derzeit besteht eine Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum. Dieses Seniorenzentrum ist bereit, hörbehinderte Menschen aufzunehmen. Das Seniorenzentrum wurde bereits über die spezielle Situation der hörbehinderten Menschen aufgeklärt.

 

Viele Mitarbeiter des Seniorenzentrums interessieren sich für die Gebärdensprache. Die erste Mitarbeiterin besucht derzeit bei uns einen Gebärdensprachkurs und ein gemeinschaftlicher Gebärdensprachkurs für mehrere Mitarbeiter des Seniorenzentrums ist für das Jahr 2015 geplant.

 

 

 

Seniorenberatungsstelle

 

Eine weitere Vision des Stadt- und Kreisverbandes der Hörgeschädigten ist, dass gehörlose Menschen aus Karlsruhe und Umgebung professionelle Beratung in Form von „Beratung für gehörlose Senioren“ erhalten. Diese spezielle Beratung soll den gehörlosen Senioren das Leben im Alter erleichtern und den Verbleib in der gewohnten Umgebung sowie barrierefreies Wohnen im Alter unterstützen.

 

 

 

Projekt SIGMA

 

Wir möchten außerdem auf ein interessantes Projekt in diesem Zusammenhang hinweisen: An der Universität Köln im Arbeitsbereich Hörgeschädigtenpädagogik wird das Projekt SIGMA „Zur Situation gehörloser Menschen im Alter“ durchgeführt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend untersucht SIGMA die besondere Situation gehörloser Menschen im Alter. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage sigma.uni-koeln.de.

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